Am Start

By 26. Oktober 2014 Blog 5 Comments

Fünfzehn Tage nach dem Start von Sobooks ist ein guter Zeitpunkt, um den Beginn Revue passieren zu lassen und vor allem auch, ein paar Informationen loszuwerden, nämlich zu folgenden Themen:

• Bugs

• Verschiebung der Buchpremiere

• Inhalte

Bugs

Es ist in der Tat so, dass wir seit dem Launch damit beschäftigt sind, Bugs auszubügeln. An dieser Stelle vielen Dank für die Meldungen, die auch immer noch eintreffen. Wir haben die Bugs so priorisiert, dass zuerst sicherheitskritische Fehler im Hintergrund adressiert werden und danach die auf den ersten Blick viel störenderen im Vordergrund.

Hört sich einigermaßen selbstverständlich an, aber das heißt z.B. auch, dass im mobilen Apple-Betriebssystem iOS 8.1 die ungefähr zweitwichtigste Funktion nach dem Lesen, nämlich das Markieren, noch nicht funktioniert (was es bis iOS 7 noch tadellos tat). Oder dass in den Kommentaren eine Reihe von Zeichen wie etwa Anführungszeichen nicht richtig angezeigt werden. Das (und noch einiges andere) ist doof. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und sind dabei, die Fehler nach und nach auszumerzen. Um exemplarisch zu zeigen, woran wir also gearbeitet haben, verlinke ich hier mal auf das Ergebnis unseres SSL-Tests, mit dem man (grob, nur als Anhaltspunkt) die Sicherheit der Verschlüsselung einer Website überprüfen kann. Wir liegen inzwischen bei A-, das ist nicht schlecht, das ist auch die Note von Facebook. Ein paar Banken pendeln noch um C herum, aber natürlich geht es auch für kleine Websites besser, wie die Kollegen von Krautreporter beweisen, die vom Start weg bei A+ liegen.


Langsamer

Am unglaublich witzigen Hase/Igel-Symbolbild kann man erahnen, dass etwas langsamer dauert als gedacht, und das ist die Fertigstellung unseres ersten eigenen Buchs im Sobooks-Verlag. Der Veröffentlichungstermin unseres Buchs „Aufstieg und Niedergang der Piratenpartei“ verzögert sich bis zum 24. November 2014, also um vier Wochen. Eine gute Nachricht ist das vor allem für Felix Schwenzel, der genau darum gewettet hatte (mit sich selbst) und jetzt fünfzig Euro spart.

Der Subskriptionspreis (2,99€ statt 3,99€) verlängert sich dementsprechend bis zu diesem Termin. Damit ergibt sich eine perfekte Gelegenheit, um das alte und seltene, aber für uns zentrale Tool „Subskription“ noch einmal näher zu beleuchten. Das bedeutet, dass man ein Buch billiger kaufen kann bis zu seinem Erscheinungstermin. Tatsächlich ist es ein recht altes Konzept, in Deutschland 1773 von Friedrich Klopstock geradezu mustergültig ausentwickelt. Wer sich dafür näher interessiert, der Subskriptionsplan von Klopstock ist im Netz zu finden, es liest sich wie eine Anleitung für Kickstarter, sehr empfehlenswert.

Rechtlich ist es so, dass – auch ohne den verschobenen Erscheinungstermin, aber erst recht mit – die Käufer von ihrem Subskriptionskauf zurücktreten können, wenn sie wollen und das Buch noch nicht erschienen ist. Eigentlich ist die rechtliche Gemengelage natürlich noch etwas komplizierter, aber das soll unsere BuchkäuferInnen nicht stören, daher genügt eine Mail.

Das Buch selbst wird durch die Verschiebung noch besser und schöner und fehlerfreier und vor allem noch umfangreicher, wenn es natürlich (wir bitten um Verzeihung dafür) für das Publikum ärgerlich sein mag. Weshalb wir (in diesem Fall die Autoren) zerknirscht dreinschauen, siehe oben. Aber Christopher Lauer und ich haben diese Entscheidung getroffen, um ein paar bisher zu wenig beleuchtete Passagen ins Buch einbauen zu können und eine notwendige Runde der Qualitätssicherung samt (notwendig gewordener) rechtlicher Prüfung durchführen zu können.


 

Inhalte

Ja, es sind noch sehr wenige Inhalte auf Sobooks, das kann man nicht anders sagen. Sowie wir die Plattform technisch geschmeidig ins Laufen gebracht haben, beginnen wir mit einer Inhalte-Offensive. Das hört sich etwas merkwürdig an, bedeutet aber eigentlich nur, dass wir einen recht genauen Vorgehensplan haben, was als nächstes kommt.

Vielleicht mit am spannendsten: die rechtefreien Inhalte. Gemeinsam mit der Firma Satzweiss.com haben wir eine Kooperation aufgesetzt. Satzweiss hat vor einiger Zeit mehrere tausend rechtefreie Werke als EPUBs technisch neu aufbereitet. Wir sind dabei, eine eigene rechtefreie Sektion auf Sobooks zu bauen, damit die Klassiker der Weltliteratur nicht nur downloadbar, sondern auch im Netz verfügbar und verlinkbar zu finden sein werden. Sowie die Bugs unter und über der Oberfläche von Sobooks zurückgedrängt worden sind, machen wir diesen Bereich zugänglich. Der erwähnte Plan beinhaltet übrigens, dann abstimmen zu lassen, welche rechtefreien Werke wir dann ins Netz stellen sollen. Wir haben ein kleines Marketingbudget dafür zurückgelegt, dass dabei auch über solche Werke abgestimmt werden kann, die noch gar nicht digital vorhanden sind und daher von uns digitalisiert werden werden.


Was man aber sagen muss, oder vielmehr: was wir sagen möchten: Vielen Dank für die vielen freundlichen und teilweise begeisterten Begrüßungen unserer kleinen, neuen Plattform. Es macht, nach über zwei Jahren Vorbereitung, großen Spaß zu sehen, dass viele Ideen und Konzeptionen so ankommen, wie wir uns das erhofft haben. Wenn sie auch noch nicht alle funktionieren. Allein schon das Feedback live auf der Buchmesse und auch in einer Reihe von Artikeln zeigt uns, dass wir zwar am Anfang stehen – aber am Anfang eines richtigen und potenziell wichtigen Weges, nämlich der Vermählung von Buch und Internet.

5 Comments

  • Zum Thema Bugs: Gibt es eigentlich außerhalb der einzelnen Bücher irgendwo die Option, über Verbesserungsvorschläge zu sprechen? Auf Seite 8 in „Das Neue Spiel“ beschäftigen sich z.B. diverse Kommentare damit, und nachdem ich da auch meinen Senf dazugequetscht hatte, fand ich das eigentlich blöde, weil es ja mit mspr0 nichts zu tun hat …

  • […] gut, das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, siehe auch blog.sobooks.de/am-start, da passiert bestimmt noch einiges. Aus meiner buchgestalterischen Perspektive am dringendsten […]

  • m sagt:

    Feedback: Das gehijackte Scroll-behaviour hier im Blog ist furchtbar. Das ist aber nicht nur hier im Blog so sondern gilt generell als Unsitte. Und das zu Recht. Ist das drinnen auch so? Ich habe noch nicht reingesehen denn mein sobooks-Account, der ist etwas älter, lässt sich nicht reaktivieren (technisch).

Leave a Reply