Neben Ihnen liegt, Frau Funk?

By 16. August 2016 Allgemein No Comments

Regelmäßig befragen wir Autoren, Netzintellektuelle, Politiker, Musiker und ganz normale Menschen zu ihrer Bettlektüre. Den Anfang machte die Schriftstellerin Sibylle Berg. Weiter ging es mit Peter GlaserEva Schulz und dem Journalisten Dirk von Gehlen. Jetzt hat die Schriftstellerin Mirna Funk unseren Fragebogen ausgefüllt. Ihr Debütroman „Winternähe“ ist 2015 im S. Fischer Verlag erschienen und wurde mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet. Sie erzählt darin die Geschichte von Lola, einer jungen deutschen Jüdin, die in Berlin und Tel Aviv lebt. 

Welches Buch liegt gerade neben Ihrem Bett?
Aktuell liegt neben meinem Bett „Der Verstoßene“ von Samuel Joseph Agnon.

Erzählen Sie uns ein wenig über den Inhalt, bitte!
Das kann ich noch nicht wirklich. Ich habe erst 10 Seiten gelesen. Zu wenig, um den Inhalt zu erzählen. Fragen Sie mich noch einmal, wenn ich das Buch ausgelesen habe.

Wie ist das Buch? Ein Traum? Gähn? Ab in die hinterste Ecke im Bücherregal damit? 
Es ist reich an Sprache und Bildern. Eine alte Sprache und Bilder aus einer alten Zeit.

Lesen Sie im Bett zum Einschlafen oder wenn der Schlaf nicht kommen mag? 
Ich lese am liebsten am Nachmittag. Das mache ich im Moment, wenn meine Tochter ihren Mittagsschlaf hält.

Welches Buch gehört auf jeden Nachttisch?
Oh. Welches Buch gehört auf jeden Nachttisch? Ich würde sagen „Agonie des Eros“ von Byung-Chul Han.

Was tun, wenn nicht einmal ein Buch beim Einschlafen hilft?
Ich kann immer einschlafen. Das heißt, ich habe auch keinen Rat für Menschen, denen es schwer fällt. Nachdenken ist gut. Träumen auch. Ich habe keine Eile einzuschlafen. Lieber lege ich mich eine Stunde früher hin und lasse mir Zeit, um in aller Ruhe Dinge durchzugehen. Nicht Listen, eher Gedanken, Wünsche, Bedürfnisse. Ich glaube, wer nicht einschlafen kann, der muss zuallerst lernen, Stille auszuhalten. Dann kommt der Schlaf von ganz alleine.

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Foto: Jessica Barthel

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